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Alkohol? Kenn dein Limit!

Alkohol? Kenn dein Limit."

Alkohol? Kenn dein Limit.“ – Informationstour der BZgA zu Gast an der Universität Kiel

Deutschlandweite Tour informiert über gesundheitliche Risiken von Alkohol

Köln/Kiel, 9. April 2013. Schätzungsweise 9,5 Millionen Menschen zwischen 18 und 65 Jahren in Deutschland haben Alkoholprobleme, das heißt sie trinken Alkohol in gesund-heitlich riskanten Mengen. Etwa 1,3 Millionen von ihnen sind alkoholabhängig. Um die Bevölkerung über die Gefahren übermäßigen Alkoholkonsums zu informieren und für einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol zu sensibilisieren, hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) die deutschlandweite Informationstour „Alkohol? Kenn dein Limit.“  gestartet. Vom 9. bis 11. April ist sie täglich zwischen 9.30 Uhr und 18 Uhr im Foyer des Audimax der Christian-Albrechts-Universität (CAU) Kiel vor Ort.

„Insbesondere junge Erwachsene müssen über die Gefahren des Alkoholkonsums aufgeklärt und zu einem verantwortungsbewussten Umgang mit alkoholhaltigen Getränken angehalten werden“, erklärt die suchtpolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion Christine Aschenberg-Dugnus. „Dabei sind Erwachsene in ihrer Vorbildfunktion gefragt: Alkoholgenuss z.B. bei Jugendveranstaltungen sollte Tabu sein. Denn gerne werden die gefährlichen Folgen des Alkoholmissbrauchs verdrängt.“

Alkoholkonsum ist in allen Gesellschaftsschichten unabhängig vom Bildungsgrad verbreitet. Der Drogenaffinitätsstudie der BZgA zufolge geben rund 42 Prozent der Studierenden an, in den vergangenen 30 Tagen mindestens einmal fünf oder mehr alkoholische Getränke bei einer Gelegenheit getrunken zu haben. Damit ist das sogenannte Rauschtrinken in dieser Gruppe ähnlich weit verbreitet wie bei Schülern der gymnasialen Oberstufe (etwa 41 Prozent), an Berufsbildenden Schulen (rund 43 Prozent) oder bei Auszubildenden (rund 45 Prozent).

„Alkohol wird in unserer Gesellschaft noch immer verharmlost“, warnt BZgA-Direktorin Prof. Dr. Elisabeth Pott. „Doch Alkohol ist ein Suchtmittel und ein Zellgift. Es kann erhebliche gesundheitliche Schäden hervorrufen. Deshalb müssen wir bei Erwachsenen und Jugendlichen gleichermaßen ein Bewusstsein dafür schaffen, dass Alkohol nicht bedenkenlos konsumiert werden kann. Unsere Infotour leistet dazu einen wichtigen Beitrag.“

Zu den häufigsten durch chronischen Alkoholkonsum hervorgerufenen Krankheiten zählen Leberzirrhose, Schädigungen des Gehirns sowie Herzmuskel- und Krebserkrankungen wie Leber-, Mund- und Speiseröhrenkrebs. Schätzungen für Deutschland belaufen sich auf jährlich etwa 74.000 Todesfälle, die durch riskanten Alkoholkonsum oder durch den kombinierten Konsum von Alkohol und Tabak verursacht werden.

„Dass die Informationstour an der CAU Halt macht, belegt, dass wir vor unangenehmen Themen nicht die Augen verschließen“, sagt der für Studium, Lehre und Graduiertenausbildung verantwortliche Vizepräsident Prof. Dr. Frank Kempken.

„Aus verschiedenen Studien und Umfragen wissen wir nämlich, dass einige Studierende ihr Studium heute als sehr belastend empfinden. Unsere Sorge ist, dass manche dadurch empfänglicher für Drogen werden. Nicht nur für Alkohol, sondern auch für synthetische Drogen oder Medikamente. Deshalb unterstützen wir die aktuelle Info-Tour. Sie trägt dieses Thema ins öffentliche Bewusstsein. Gemeinsam mit Beratungseinrichtungen, Studentenwerk und AStA wollen wir Betroffenen auf dieser Grundlage helfen, einen Ausweg aus ihrer emotionalen und physischen Notlage zu finden.“

Dr. Regina Kostrzewa, Geschäftsführerin der Landesstelle für Suchtfragen Schleswig-Holstein e.V. unterstützt ebenfalls die Aktion der BZgA: „Viele Alkoholpräventionsprojekte richten sich ausschließlich an Jugendliche, deswegen begrüßt die LSSH das Engagement der BZgA sehr, eine Info-Tour zum Thema Alkohol für Erwachsene durchzuführen. Denn wissenschaftliche Studien zeigen, dass Erwachsene einen großen Einfluss auf das Alkohol-Trinkverhalten ihrer Kinder haben. Daher ist es entscheidend, dass Erwachsene eine klare ablehnende Haltung gegen übermäßigen Alkoholkonsum einnehmen und den verantwortungsbewussten Umgang vorleben.“

 

Über die Info-Tour
Die Info-Tour „Alkohol? Kenn dein Limit.“ der BZgA besteht aus verschiedenen multimedialen Stationen, die Besucherinnen und Besucher dazu anregen sollen, sich über das Thema Alkohol zu informieren und den eigenen Alkoholkonsum kritisch zu hinterfragen. So können sie etwa einen Alkoholselbsttest durchführen und erfahren, ob ihr Alkoholkonsum risikoarm, riskant oder bereits missbräuchlich ist. Mit einer „Rauschbrille“, die 0,8 bis 1,5 Promille Alkoholgehalt im Blut simuliert, können sie zudem einen Parcours bewältigen. An Multimedia-Tischen erfahren sie, welche Auswirkungen hoher Alkoholkonsum auf die einzelnen Organe haben kann. Außerdem stehen ein geschultes Team der BZgA sowie Vertreterinnen und Vertreter von Selbsthilfegruppen für persönliche Fragen und Gespräche zur Verfügung.

Zur Prävention von Alkoholmissbrauch spricht die BZgA Kinder und Jugendliche sowie Erwachsene an und informiert über die mit Alkohol verbundenen Risiken. Dabei hat die BZgA auf die unterschiedlichen Zielgruppen abgestimmte Informationsangebote erarbeitet. Die bundesweite Info-Tour richtet sich vor allem an die erwachsene Bevölkerung.

Weitere Informationen zur Tour unter www.kenn-dein-limit.de/informationstour

Daten der BZgA zum Alkoholkonsum Jugendlicher und junger Erwachsener unter
www.bzga.de/forschung/studien-untersuchungen/studien/suchtpraevention/

Alkohol des Absinthes

Absinthe Robette alkohol

 

Alkohol des Absinthes

Historische sowie heutige Absinthe weisen allesamt, bis auf einige wenige Ausnahmen, einen Alkoholgehalt von 45-80% auf. Einige wenige Sorten sind auch mit einem Alkoholgehalt von 90% verfügbar. Der hohe Alkoholgehalt ist mitunter der Grund, warum Absinthe überwiegend verdünnt getrunken werden.

 

Absinthe des essences (Absinth-Auszüge), Absinthe ordinaire (gewöhnlicher Absinth), Absinthe semi-fine (Absinth halb-fein), Absinthe fine (Absinth fein) und Absinthe Suisse (Absinth Schweiz) sind die historisch nachweisbaren fünf Qualitätsabstufungen des Absint, wobei Absinthe des essencesdie niedrigste Qualitätsstufe mit dem ebenso geringsten Alkoholgehalt darstellt.Die Bezeichnung Absinth Suisse bezieht sich nicht auf das Land, in dem der Absinth hergestellt wurde, sondern auf den besonders hohen Qualitätsstandard und die sehr hohe Alkoholmenge, die in dem Getränk enthalten ist.

 

Die heutige Wissenschaft macht nicht mehr Thujon für den Absinthismus des 19. Und 20. Jahrhunderts verantwortlich. Viel mehr wird dieses Phänomen mit dem hohen Alkoholgehalt begründet, der als Ursache hierfür verantwortlich gemacht wird. Erstens unterscheiden sich die Symptome des Absinthismus nicht von denen eines chronisch Alkoholkranken und zweitens hat sich die konsumierte pro-Kopf Alkoholmenge heutzutage gegenüber dieser Zeit mehr als halbiert.